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:: ISTRISCHE VEDUTEN
ISTRISCHE VEDUTENIn dieser kleinen Geschichte zeigen wir Ihnen einige Motive aus Istrien, einer einzigartigen kroatischen Region, die nicht nur eine Meeresküste ihr eigen nennt, sondern auch ein grünes Landesinneres mit mittelalterlichen Städtchen, die auf der Spitze von Hügeln thronen.

Istrien ist die größte kroatische Halbinsel und eine Region mit vielen Besonderheiten. Sie besitzt nicht nur eine Meeresküste, sondern auch ein grünes Landesinneres mit mittelalterlichen Städtchen, die auf der Spitze von Hügeln thronen. Die hiesigen kleinen Kirchen sind mit wertvollen Fresken alter Meister geschmückt, während die landwirtschaftlichen Güter Speisen nach alten Rezepten und hochwertige Weine für ihre Gäste bereithalten. Einige der istrischen Motive möchten wir Ihnen gerne in dieser Geschichte näher bringen ...

Hum
Mit seinen an die zwanzig Einwohnern ist Hum als die kleinste Stadt der Welt bekannt. Nach einer Legende bauten Riesen, nachdem sie die anderen größeren Städte im Tal des Flusses Mirna errichtet hatten, aus den übrig gebliebenen Steinen Hum. Das Städtchen ist von einer Stadtmauer umgeben und der gut erhaltene Stadtkern besteht aus zwei kleinen Gässchen mit einigen Häusern, der Pfarrkirche aus dem Jahre 1802, der romanischen Kirche des hl. Hieronymus aus dem 12. Jahrhundert und typisch istrischen Gaststätten sowie einem Museum. Das heutige Aussehen des Städtchens Hum stammt noch aus dem 11. Jahrhundert. Seitdem wurde außerhalb der Stadtmauern praktisch nichts mehr gebaut, sodass die Ortschaft innerhalb der im frühen Mittelalter schon bestehenden Stadtgrenzen verblieb. Die

Kirche des hl. Hieronymus besitzt alte Fresken, die ein einzigartiges Kunstwerk in ganz Istrien darstellen. Gemalt im Geist des romanischen Westen, aber auch unter starkem Einfluss der byzantinischen Malerei bezeugen diese Fresken die wechselseitige Durchdringung dieser beiden Kulturen. Auf den bemalten Wänden der kleinen Kirche befinden sich auch 40 glagolitische Inschriften aus der Zeit zwischen dem 12. und dem 15. Jahrhundert. In Hum wird zudem der Humska biska gebrannt, ein einheimischer Schnaps, der nach einem etwa 2000 Jahre alten Rezept hergestellt wird. Der Humska biska ist also ein Überbleibsel der Magie der alten Kelten, die früher einmal hier lebten, und besitzt folglich Heilkräfte. Die Art seiner Herstellung, die der verstorbene Pfarrer von Hum - ein bekannter Kräutersammler - überliefert hat, kennt man nur in den Konobas von Hum.

Die glagolitische Allee
Die glagolitische Allee ist ein sieben Kilometer langes besonderes Denkmal zu Ehren der alten kroatischen glagolitischen Schrift. Diese Schrift haben die Kroaten über tausend Jahre lang verwendet und in diesem Gebiet war die glagolistische Schrift noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Gebrauch. Das Denkmal wurde in der heutigen Zeit an der Straße zwischen Roc und Hum errichtet. Es besteht aus 11 Einzeldenkmälern, die der Entwicklung und Verwendung dieser Schrift gewidmet sind.

Die Allee beginnt bei Roc und endet an den Stadttoren von Hum. Die Denkmäler erinnern an Ciril und Metod, die einst unter den Slawen die Fähigkeit zu schreiben verbreitet haben, sowie an Kliment Ohridski, ihren verdienstvollsten Schüler und Jünger, den Gründer der ersten slawischen Universität. Die Denkmäler erinnern außerdem an die ältesten und bekanntesten glagolitischen Inschriften in Kroatien, die in Stein gemeißelt wurden, und an andere Schriftdokumente.

Roè
Dieses kleine Städtchen ist bereits seit der Vorgeschichte besiedelt. Im Mittelalter diente es als Grenzbefestigung , was an der gut erhaltenen Stadtmauer mit ihren 5 Türmen, die die Ortschaft umgibt, deutlich zu sehen ist. In diesem einstigen Zentrum der glagolitischen Literatur und des Buchdrucks wurde auch der Druck des ersten Buches in Kroatien durchgeführt - ein Messbuch aus dem Jahre 1483.

Das Städtchen ist als Kulturdenkmal geschützt. Es bewahrt als Erben der Vergangenheit ins sich ein römisches Lapidarium auf, außerdem eine Venezianische Kanone, glagolitische Inschriften auf Steintafeln, mittelalterliche Bücher in glagolitischer Schrift, Bauten aus dem 16. Jahrhundert und drei Kirchen - sv. Bartol aus dem Jahre 1492, sv. Rok mit Fresken aus dem 14. und 15. Jahrhundert sowie sv. Antun Opat aus dem 12. Jahrhundert mit einer der bekanntesten glagolitischen Inschriften - dem glagolitischen Abecedarium von Roc.

Totentanz
Eines der bekanntesten Kunst- und Kulturdenkmäler Istriens, die Fresken in der Kirche der hl. Maria in den Felsen, wurden von Meister Vincent aus Kastav und seinen Mitarbeitern im Jahre 1474 gemalt. Dieser Zyklus spätgotischer Fresken verteilt sich auf 46 Felder, auf denen wie in einem Comic Sequenzen aus dem Leben der Muttergottes und aus dem Leben Christi erzählt werden. Den größten Raum nimmt die Komposition Die Gesandtschaft der Könige ein, die die Prozession der heiligen drei Könige in mittelalterlicher Begleitung und das allegorische Thema des Totentanzes zeigt.

Auf allen Fresken hat der Maler das Leben seiner Zeit und die istrische Landschaft verewigt wie auch die Idee der Nichtvorhersehbarkeit des Schicksals und des Todes, der alle gesellschaftlichen Schichten gleich macht. Die Kirche der hl. Maria befindet sich in der Nähe von Beram, einem malerischen mittelalterlichen Städtchen, das auf vorgeschichtlichen illyrischen Ruinen errichtet wurde. Auf einem Feld unterhalb von Beram wurde im 19. Jahrhundert ein illyrisches Gräberfeld ausgegraben.

Die Sternwarte in Visnjan
Die Sternwarte ist ein Teil des malerischen Städtchens Visnjan. Im Jahre 1999 belegte diese Sternwarte weltweit den 5. Platz aufgrund der Zahl der hier entdeckten kleinen Himmelskörper im Sonnensystems. Vor ihr konnten sich lediglich amerikanische Armee- sowie NASA-Sternwarten platzieren. Das hiesige Teleskop hat mehr als 1400 kleine Planeten entdeckt.

Die Studenten und Amateurastronomen beschäftigen sich aber nicht nur mit astronomischen Beobachtungen, sondern sie organisieren auch Erziehungsprojekte für Jugendliche, wobei sie einen kreativen Ansatz bei ihrem naturwissenschaftlichen Unterricht verwenden. Zur Zeit wird ein neues Observatorium 3 km entfernt von Višnjan gebaut, wo es ein spezielles Teleskop geben wird, mit dem Objekte, die eine Gefahr für die Erde darstellen könnten, beobachtet werden sollen. Das Teleskop zählt zu den 10 größten seiner Art in der Welt.

Die Urlaubsziele aus unserem Angebot für das Landesinnere Istriens sind traditionelle Landgüter, in denen Sie das authentische Leben in dieser Region einmal selbst erfahren können. Von hier aus sind Sie leicht in der Lage, die beschriebenen Sehenswürdigkeiten zu besuchen.
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