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:: Die schönsten kroatischen Reiseziele
Es ist ja allgemein bekannt, dass Dubrovnik der "Anlaufpunkt" des internationalen Jet-Set ist, aber die Stadt ist nur eine von vielen wunderschönen kroatischen Destinationen. Hier ist unsere Auswahl an Reisezielen, die zwar nicht so bekannt, aber durchaus einen Besuch wert sind:DVIGRAD - Die Stadt, in der die Zeit 1631 stehen blieb Dvigrad ist eine archäologische Ausgrabungsstätte, einzigartig in der Region Istrien und ganz Kroatien. Man nennt sie im Volksmund auch kroatisches Pompeji. In alten Dokumenten findet man die Stadt auch unter den Namen Dvograd und Dvagrad. Es handelt sich hierbei um wertvolle Überreste einer befestigten, hoch gelegenen Stadt aus dem frühen Mittelalter, die auf vorgeschichtlichen und römischen Siedlungen aufgebaut wurde. Dvigrad liegt im westlichen Teil Zentral-Istriens, im Gebiet des Fjördes von Lim, ca. 3 km westlich von Kanfanar und 18 km weslich von Rovinj. Der Ort ist auf Straßen aus Rovinj und Poreè zugänglich. Archäologischen Ausgrabungen zufolge, bestand Dvigrad aus zwei Kastellen, beziehungsweise Festungen names Parentino und Moncastello. In der Festung Parentino, deren Überreste noch heute sichtbar sind, florierte das Leben bis zum Anfang des Mittelalters und das benachbarte Moncastello, genannt Duecastelli (Dvigrad) entwickelte sich zum wichtigen strategischen Punkt des venezianischen Istrien. Die Festung war bis zum Jahr 1631 bewohnt, als die Einwohner den Ort wegen Ausbruch der Pestepidemie aufgaben, sich in niedrigeren Gegenden niederließen und Kanfar gründeten. Was Dvigrad so besonders macht, ist die Tatsache, dass es sich um eine Lokalität 'in situ' handelt, d. h. man kann an Ort und Stelle, aufgrund historischer Überreste, das Leben zu der Zeit, als die Stadt verlassen wurde, bis ins kleinste Detail rekonstruieren. In diesem Sinne ist Dvigrad ohne Konkurrenz in Kroatien und ihr "nächster Verwandter" ist das antike Pompeji bei Neapel. Die heutigen Überreste von Dvigrad zeigen ganz klar eine für das Mittelalter charakteristische urbanistische Struktur: Die Stadt war von Mauern und Türmen an den Eingängen umgeben, bewahrt geblieben sind die Außenwände von 220 Gebäuden und die Straßenrichtungen zwischen den Häusern. Auf der zentralen Anhöhe liegen die Reste der Kirche der hl. Sophia (sv. Sofija) aus dem 11. Jahrhundert, die Kanzel aus dem 14. Jahrhundert befindet sich in der Pfarrkirche in Kanfar. In der Umgebung gibt es mehrere bedeutende sakrale Objekte, die kleine Kirche am Friedhof bewahrt einen Freskenzyklus eines einheimischen Künstlers aus dem 15. Jahrhundert. Neben materiellen Überresten ranken sich um Dvigrad Legenden und Geschichten und eine besagt, dass das nahegelegene Dorf Mrgani seinen Namen dem englischen Abenteurer Henry Morgan verdankt, der im 17. Jahrhundert seinen Schatz hier vergraben hatte und den so mancher auch versucht hat zu finden! HUM - Die kleinste Stadt der Welt nach dem Guiness-Buch der Rekorde Im mittleren Teil von Istrien, 14 km südöstlich von Buzet, liegt die kleinste Stadt der Welt mit sage und schreibe 23 Einwohnern und sie trägt den Namen Hum. Das Städchen wird schon im Jahr 1102 unter dem Namen Cholm erwähnt und in Italien kennt man es immer noch unter dem Namen Colmo. Obwohl die Stadt im Mittelalter entstand, bewahrte Hum alle Merkmale der Städtearchitektur, die charakteristisch für akropolische Siedlungen war. Trotz ihrer geringen Größe war Hum im Mittelalter das Zentrum der glagolitischen Schreibkunst. Auf der einen Seite ist die Stadt von Wehrtürmen und einem Mauersystem geschlossen und auf der anderen umgeben sie die Außenmauern der Häuser. Der Stadtturm stammt aus dem Jahr 1552 und die Pfarrkirche des hl. Hieronimus (sv. Jeronim) beherbergt eine umfangreiche Sammlung spätgotischer Messkelche, Ziborien und liturgischer Gegenstände. Die besonders wertvollen Fresken der Pfarrkirche sind im 12. Jahrhundert unter starkem byzantinischen Einfluss entstanden, was nicht verwunderlich ist, wenn man bedenkt, dass sich in Hum die Residenz eines der wohlhabendsten Angestellten des Patriarchen befand. Hum war, neben der nahe gelegenen Stadt Rovinj, das Zentrum der glagolitischen Schreibkunst im Mittelalter. In der Kirche ist noch heute ein Graffito aus dem 12. Jahrhundert in glagolitischer Schrift zu finden und er zählt zu den ältesten Denkmälern glagolitischer Schrift in Istrien. Zum Gedenken an dieses wertvolle Erbe wurde 1977 die Allee der Glagoliter (Aleja glagoljaša) eingerichtet, ein Komplex bestehend aus 11 Denkmälern entlang der 7 km langen Promenade von Hum nach Roè. MAKARSKA - Die Stadt der wertvollsten Schnecken und Muscheln der Welt In Makarska, im Keller des Franziskanerklosters, befindet sich das Malakologische Museum, das Museum der Muscheln und Schnecken. Seine Sammlung erachtet man als wertvollste auf der Welt. Die Muscheln und Schnecken werden nicht nur von ihrer morphologisch-biologischen Seite präsentiert, sondern auch als kulturhistorisches Phänomen, wie zum Beispiel die Geschichte der Muschel als Lebens- und auch Zahlungsmittel. Das Museum hat auch eine kleinere Sammlung fossiler Reste aus der Gegend um Makarska und dem Hinterland. Die Ausstellungssücke stammen aus der Adria und den Weltmeeren, somit hat die Bedeutung dieser Sammlung überregionalen Wert. Im Kloster befindet sich noch ein wohl geordnetes Archiv, eine umfangreiche Bibliothek und eine Sammlung wertvoller Gemälde und Kunstgegenstände. STON - Die Stadt mit der 'europäischen chinesichen Mauer' Zwischen Ston und Mali Ston erstreckt sich ein System von Wehrmauern und zugehörigen Gebäuden, das im 14. Jahrhundert zur Abwehr gegen türkische Einfälle errichtet wurde. In Zeiten der Republik von Dubrovnik wurden die Mauern erneuert und erweitert und ihre Gesamtlänge betrug 5,5 km. Die Mauer hatte 40 Türme und 7 Festungen und dank ihrer Monumentalität bekam sie den Namen 'europäische chinesiche Mauer'. Das Verteidigungssystem war so ausgeklügelt, dass die Stadt auf dem Landwege wirklich uneinnehmbar war und die Hauptachse bildeten drei Festungen: Veliki Kaštio in Ston, Koruna in Mali Ston und die Festung auf dem Berg Podzvizd. Veliki Kaštio war Wohnhaus, Kornkammer und Waffenlager in einem, Koruna, mit deren Bau man 1347 begann, war eine starke Festung mit fünf Türmen, die zum Meer gerichtet waren. Sie diente jahrhundertelang als Ausfuhrhafen für Salz. Nach dem Fall der Republik von Dubrovnik begann auch das Niederreißen der Mauern und die Steinblöcke wurden als Baumaterial für Schulen und Gemeinden verkauft. Heute kann man noch die Reste der drei Festungen und Teile der gigantischen Mauer sehen. Eine Kostprobe der Austern aus den bekannten Zuchtstätten von Ston ist ein absolutes Muss! KORCULA - Die Stadt, in der sich die Straßen im 'Fischgrätmuster' kreuzen Die Stadt Korèula wurde nach Plan erbaut und ihre urbanistische Struktur ist ein Musterbeispiel mittelalterlicher Planbauweise. Der Grundriss der Stadt ist den geomorphologischen Merkmalen des Bodens angepasst und der Grundstein für den Bau wurde im 13. Jahrhundert gelegt. Durch rationelle urbanistische Regulierung ist die Stadt in zwei Teile geteilt, den östlichen und westlichen, und die Trennlinie ist gleichzeitig auch die Hauptstraße der Stadt, die sich in den Hauptplatz mit Kathedrale erweitert. Da die Stadt mit Mauern umgeben ist, führen die engen Straßen hinunter zum steinernen Wehrring und bilden somit ein Raster im Fischgrätmuster. Wegen diesem urbanistischen Plan sind die Straßen von Korèula morgens und abends voll Sonnenschein und um die Mittagszeit schützt sie der angenehme Schatten von den Wänden vor der Hitze. Von besonderem Wert sind innerhalb der Stadtmauern die Kathedrale, das Rathaus, die Schatzkamer des Klosters und das Stadtmuseum. Die Schatzkammer des Klosters befindet sich an der Südseite des Doms und ihre sieben Hallen beherbergen die vielleicht wertvollste Sammlung dieser Art in ganz Dalmatien. Zu ihren wertvollsten Exponaten gehören illuminierte Handschriften aus dem 12. Jahrhundert, goldbestickte Gewänder, Gold-, Silber- und Porzellangegenstände, mittelalterliche Keramik, numismatische Raritäten und wertvolle Möbel. An den Wänden finden Sie Gemälde prominenter kroatischer und ausländischer Künstler, von der Renaissance bis zur heutigen Zeit. Eine weitere Besonderheit von Korèula ist Moreška - ein Ritterspiel, in dem die Tänzer mit Schwertern um die Gunst eines Mädchens kämpfen. Moreška wird seit dem 12. Jahrhundert auf Korèula gepflegt. BRAC - Die Insel mit dem Surferstrand und einer Wüste von Steinpalästen Unweit des weltbekannten Ortes Bol und dem bei Surfern beliebten Strand Zlatni rat befindet sich die Bucht Blaca und 2 km davon entfernt, im Inneren der Insel, liegt eine ungewöhnliche Siedlung: Eine Einsiedlerei, die im 15. Jahrhundert Mönche aus Poljic in den Fels hieben. Der Komplex ist noch heute nur über einen Pfad erreichbar. Die von den Türken verfolgten glagolitischen Mönche wählten als Zufluchtsort eine schwer erreichbare, trockene, einsame und fast leblose Gegend mit zahlreichen Höhlen im Inneren der Insel und verwandelten ihre felsige Herbheit in ein traumhaftes Steingebäude. In der Höhle Ljubitovica bauten sie eine Kirche und ein Kloster, die nach ihrer Renovierung im Jahr 1757 bis zum heutigen Tage erhalten geblieben sind. In Blaca lebte man nämlich bis 1963, als der gesamte Komlex zu einer museal-wissenschaflichen Einrichtung ernannt wurde. Seine arhitektonische Einheit bilden authentische ethnographische Räume: eine Küche mit Brotbackofen, Steinhallen mit prachtvollen Möbeln und eine außergewöhnlich umfangreiche Bibliothek, in der der einzigartige Atlas von H. Hondius und J. Iasonius aus dem Jahr 1623 aufbewahrt wird. Zum Komplex gehören auch ein Archiv, eine kleine Druckerei und eine Sternwarte mit einem riesigen Teleskop, dessen Besitzer don Niko Miliæeviæ war, Astronom von Weltruhm und letzer Mönch in Blaca. Seine Studien wurden jahrzehntelang im rennomierten Wiener Blatt "Astronomische Nachrichten" veröffentlicht. Zu den wertvollen Ausstellungsstücken zählen auch Malereien der venezianischen Schule aus dem 17. Jahrhundert. VIS - Die magische Insel der Schiffsbauer Der Ort Komiža auf der Insel Vis wird im 12. Jahrhundert erstmals in historischen Dokumenten erwähnt und er ist laut späterer Niederschriften aus dem 16. Jahrhundert die führende Fischersiedlung in ganz Dalmatien. Die Fischer von Vis waren auf ihrer Suche nach größerem und besserem Fang schon immer mehr am offenen Meer und den äußeren Inseln Palagruža und Svetac interessiert, so dass die Schiffsbaumeister versuchten einen Kutter zu bauen, der den Anforderungen einer solchen Schiffsfahrt entsprechen könnte. So entstand ein autochtones kroatisches Schiff - die Falkuša von Komiža - mit ausgezeichneten Fahr- und Segeleigenschaften. Die Falkuša ist ein besonderer Fischkutter mit Segeln und fünf Rudern zum Fahren bei Windstille. Sie ist neun Meter lang, 2,90 Meter breit und ihr Mast ist genauso lang wie das Schiff selbst, also neun Meter. Sie unterschied sich von anderen Schiffen nicht nur durch ihre Maße, sondern auch durch das verwendete Baumaterial: Die Falkuša wurde ausschließlich aus Kiefernholz von der Insel Svetac gebaut und bedenkt man wie karg der Boden auf dieser eruptiven Insel ist und wie stark sie von Wind und Wetter gebeutelt wird, ist klar, dass eine Kiefer, die unter diesen Bedingungen überlebt, Holz gibt, das auch die gefährlichsten Situationen überstehen kann. Für den Kiel brauchte man Eichenholz und für die Verkleidung Lärchenholz. Die Falkuša hatte auch ihre besondere Ausrüstung ohne die man nie auslief: Auf Deck befanden sich Holzfässer für das Einlegen der Fische in Salz, Wasser- und Weinbehälter sowie geflochtene Körbe für den gefangenen Fisch. Die Fischer benutzten während des Fanges Netz, Kompass und Laterne. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts waren die Schiffe noch aktiv im Einsatz und 1998 nahm die UNESCO die Falkuša von Komiža in ihr Programm als Weltkulturerbe auf. « zurück
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